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Habitusgerechte Kronenentlastung

Bei dem zunehmend älter werdenden Baum sind verschiedene Maßnahmen notwendig, die auch entsprechend der Intensität des Eingriffes gegliedert (der Reihe nach aufgeführt) werden können (Kronenpflege; Kronenauslichtung; Kroneneinkürzung; Einkürzung von Kronenteilen; Kronensicherung). Nach der Kronenpflege folgt die Kronenauslichtung.

Die Kronenauslichtung beinhaltet neben der bereits oben beschriebenen Kronenpflege Eingriffe im äußeren Kronenmantel. Zweck dieses Eingriffs ist neben der Beseitigung von zu dicht stehenden Ästen die Reduzierung der Kopflastigkeit. Der Habitus des Baumes darf durch eine Kronenauslichtung nicht verändert werden.

Mit zunehmender Intensität wird in diesem Stadium bereits eine leichte Kronenentlastung durchgeführt.
Bei bedenklicher Bruchfestigkeit der Baumkrone kann mit Hilfe einer mittleren (10%) oder starken (15%) Kronenauslichtung die Verkehrssicherheit wiederhergestellt werden.

Besonders in diesem Stadium entscheidet sich auch das Können des Baumpflegers. Wird an einem gesunden und bruchsicheren Baum eine starke Kronenauslichtung durchgeführt, so ist die Folge eine starke, unerwünschte Bildung von Neuaustrieben, die einen hohen Folgeaufwand und damit hohe Kosten mit sich bringen. Bei einem nicht mehr gesunden und bruchgefährdeten Baum lässt sich die Wasserreiserbildung nur zum Teil durch einen habitusgerechten Kronenschnitt vermeiden.

Bei einem bruchgefährdeten Baum ist ein Pflegeintervall von 3-5 Jahren einzuhalten, will man den Baum erhalten. Eine starke Kronenauslichtung kann als Ersatz für eine Kronenreduzierung dienen oder kann ein vorbereitender Schritt für eine Kronenreduzierung sein. Die auf eine starke Auslichtung folgenden Neuaustriebe oder Wasserreiser können eventuell später für den Kronenaufbau benutzt werden.
   
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